FALL INTO ANOTHER WORLD - LESEN IST WIE REISEN



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Kapitel 1

Biep, biep, biep, biep... Klatsch. Tot. Mein Wecker ist tot. Naja, nicht wirklich tot, aber schon wieder kaputt. Ich mag das Geräusch einfach nicht. Besonders, wenn es 6Uhr am Morgen ist, denn das bedeutet, dass ich aufstehen und zur Schule gehen muss. Nicht, dass ich Schule hasse... obwohl, doch eigentlich schon. Ich bin nicht so etwas wie ein Mobbingopfer. Nein ich habe Freunde, wenn sie auch alle durchgeknallt sind, in etwa so wie ich, und ich bin auch gar nicht so schlecht was Noten betrifft. Gutes Mittelmaß würde ich sagen. Aber trotzdem, Schule ist nicht so mein Ding. Da muss man immer so früh aufstehen. Und sie ist es auch schuld, dass ich mir ständig einen neuen Wecker kaufen muss."Bist du wach?" Ja das ist meine Mutter. Da ich meinen Wecker im Halbschlaf entweder ausstelle oder erschlage, schlafe ich meistens danach wieder ein, was zur Folge hat, dass ich mit Brot aus dem Haus renne und den Bus dann trotzdem verpasse. Das wiederum führt dazu, dass meine Mutter mich fahren muss. Und weil sie mich nicht jeden Tag zur Schule fahren will, kommt sie lieber morgens nocheinmal in mein Zimmer, macht das penetrant, grün leuchtende Licht an und fragt, ob ich wach bin. Ja richtig. Grün leuchtendes Licht. Irgend so eine Energiesparlampe die mein Vater eingebaut hat und sich nun weigert wieder auszuwechseln.

Nachdem ich mich angezogen und mein Gesicht mit Hilfe von etwas Make-Up in Ordnung gebracht habe, gehe ich nach unten in die Küche. Ich habe heute sogar noch 5 Minuten Zeit um mir ein Toast in den Mund zu schieben. "Hier, ich habe dir auf dein Brot Käse gemacht. Willst du noch Äpfel haben?" Mama streckt mir die Brotdose entgegen. "Nein danke, das Brot reicht." Jeden Morgen die gleiche Unterhaltung. Jetzt folgt "Sicher? Wir haben auch Bananen!" "Nein, Mama, lass mal. Ich esse in der Schule keine Bananen." "Warum denn nicht?" Bis jetzt habe ich ihr immer gesagt, dass wir nicht so viele Mülleimer haben, wo ich die Schale entsorgen kann. Ein paarmal habe ich auch geantwortet, dass die anderen sagen würden, Bananen seien uncool. Da diese Ausreden aber offensichtlich nicht wirken, da meine Mutter ja jeden Tag aufs Neue fragt, versuche ich es heute mal mit der Wahrheit. "Weil die Jungs mich sonst wie geile Affen anstarren und womöglich noch `nen Ständer kriegen." "Wieso das denn? Mögen denn alle Jungs aus deiner Klasse so gerne Bananen?" Das meint sie doch wohl nicht ernst. "Nein Mama. Hör zu, wenn ich eine Banane esse, denken die nicht an irgendwelche Bananen, sondern an ihre eigene." Ihr erschrockener Blick verwandelt sich schnell in schallendes Gelächter. Aha. Jetzt hat sie es also verstanden. "Also gut mein Schatz. Dann also keine Banane." Ich schaue auf die Uhr. Mist. schon viertel vor sieben. Ich verpasse schon wieder den Bus. Schnell schwing ich mir meinen Rucksack um und reiße die Tür auf. "Alona", das ist mein Name, "du hast den Apfel vergessen!" Das kann doch nicht wahr sein. Diese Frau treibt mich noch in den wahnsinn. "Schon gut, Mama. Lass Stecken. Ich verpasse sonst den Bus."

 

2.5.14 14:14
 
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